Awareness

Der Vorbereitungskreis des Camps stellt eine Awarenessstruktur und sucht dafür noch Unterstützung. Ein Konzept ist ausgearbeitet. Wir werden uns hinter sämtliche Forderungen von Betroffenen stellen, die ihr Wohlbefinden steigert. aufgrund der Annahme, dass es auch Missverständnisse zwischen Menschen gibt und wir durchaus davon ausgehen, dass Menschen lernfähig sein können, sind wir nicht in jedem Fall bereit, jede geforderte Sanktion ohne eigenen Ermessensspielraum durchzuführen.

Bei Fällen von physischen Übergriffen, eindeutigen Gewaltandrohungen sowie Fällen sexualisierter Gewalt werden wir klar parteiisch die Forderungen der betroffenen Person umsetzen.

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Veranstaltungsplan komplett!

02.08., Mittwoch

  • Anreise und Eröffnungsrunde
  • abends: Film oder Doku

03.08., Donnerstag

  • vormittags/mittags: Arbeitsprojekte; Lesung & Büchertisch auf Theaterplatz
  • 15-17Uhr: “Was ist Antisemitismus” vom apabiz
  • 16-18Uhr: Anja Thiele: “Jüdische Erfahrung der Shoah in der DDR-Literatur”
  • abends: Film “… dass das heute noch immer so ist – Kontinuitäten der Ausgrenzung”

04.08., Freitag

  • vormittags/mittags: Arbeitsprojekte; Lesung & Büchertisch auf Theaterplatz
  • 15-17Uhr: Mathias Wörsching zu “Eine allgemeine Einführung in Faschismustheorien”
  • 16-18Uhr: Vortrag zu Ideologiekritik
  • abends: WebDoku “Im Märkischen Sand” – Teil 1, ohne Filmgespräch

05.08., Samstag

  • vormittags/mittags: Arbeitsprojekte; Lesung & Büchertisch auf Theaterplatz
  • 15-17Uhr: Andreas Kemper “Die Völkische Geschichtspolitik der AfD”
  • abends, 20:30/21Uhr: Theater Distomo

06.08., Sonntag

  • vormittag/mittag: Zeitzeugengespräch mit Justin Sonder
  • (14)15-(16)17Uhr: Katrin Antweiler mit Vortrag zu Kritik an deutscher und europäischer Gedenkpoltik (nach 1990)
  • ab frühestens 18Uhr, spätestens 20Uhr: Sebastian Vaupel mit Thesenworkshop zu Kritik an deutscher Gedenkpolitik

07.08., Montag

  • vormittags/mittags: Arbeitsprojekte; Lesung & Büchertisch auf Theaterplatz
  • 15-17Uhr: Cornelia Siebeck – Was heißt: emanzipatorisch Gedenken?
  • abends: WebDoku “Im Märkischen Sand” – Teil 2, mit Filmgespräch

08.08., Dienstag

  • vormittags/mittags: Arbeitsprojekte; Lesung & Büchertisch auf Theaterplatz
  • 15-17Uhr: Zeitzeuginnengespräch mit Tamara Misch
  • abends: Diskussionsrunde zu “Wie weiter nach dem Antifa Camp?”

09.08., Mittwoch

  • Abreise
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Rubrik „Anreise & Infos“ hinzugefügt

Hier findet ihr alle aktuellen Infos zur Anreise.

  • Die Anreise zum Camp ist ab dem 02.08.2017 um 10 Uhr morgens möglich.
  • Als Anlauf- und Infopunkt am 02.08.2017 fungiert die Gerberstraße 1 in 99423 Weimar. Der Infopunkt ist dort von 10 – 16 Uhr besetzt und es wird Frühstück geben. Von dort aus fahren wir euch gern zum Campgelände. Vom Hauptbahnhof bis zur Gerber 1 sind es ca. 15min (1,2 km) zu Fuß.
  • Für die gesamte Zeit des Camps gilt: Wir haben einen Shuttle“service“ organisiert. Über das Infotelefon kann dieser angefordert werden. Wir holen euch dann vom Bahnhof ab und fahren euch zum Campgelände.
  • Die Nummer für das Infotelefon veröffentlichen wir hier am 01.08.2017, um 20 Uhr. Das Infotelefon wird ab Mittwoch, den 02.08.2017, um 08 Uhr erreichbar sein.

Aus Sicherheitsgründen werden wir den Ort des Camps nicht veröffentlichen!

Da es vor und auf dem Campgelände keine Parkmöglichkeiten gibt, bitten wir euch mit dem Zug anzureisen. Solltet ihr trotzdem mit dem Auto anreisen, dann meldet euch bitte beim Infotelefon.

Das solltet ihr mitbringen:

  • 7€/ Tag und Teilnehmer*in (beinhaltet vegane Vollverpflegung, d.h. Frühstück, Mittagessen und Abendbrot)
    • Keine Kohle sollte kein Grund sein, nicht zum Camp kommen zu können. Sprecht uns an und wir finden eine Lösung.
  • Zelt, Isomatte und Schlafsack
  • warme Kleidung (nachts kann es sehr kalt werden)
  • wenn möglich Teller, Tasse und Besteck
  • solltet ihr unter 18 sein, wäre eine Einverständniserklärung eurer Eltern cool

Was wird es geben:

  • eine Grundversorgung mit Wasser
  • vegane Vollverpflegung
  • eine medizinische Grundversorgung und medizinisch geschulte Menschen

Abends gibt es die Möglichkeit, entweder am Lagerfeuer oder im Campcafé zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen. Für Getränke wird gesorgt sein, es wird jedoch keinen hochprozentigen Alkohol geben.

https://afacampweimar.noblogs.org/anreise/

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Thesenworkshop: Kritik an deutscher Gedenkpolitik

Sonntag,  06.08., frühestens 18Uhr, spätestens 20Uhr

Die Bundesrepublik als Weltmeisterin der “Vergangenheitsbewältigung” – so das Selbstbild. Doch die nationalsozialistische Vergangenheit kann nicht “bewältigt” werden; Auschwitz erinnern heißt: Nicht nationale Größe aus empathischer Trauer um die Ermordeten ernten wollen, sondern eine Wiederholung des gewesenen Schreckens durch Analyse und Überwindung gesellschaftlicher Kälte zu verhindern suchen. Was kann, was soll daraus folgen – und was nicht? Anhand einiger Thesen wollen wir die staatliche Gedenkpolitik kritisch in den Blick nehmen und über Möglichkeiten und Grenzen emanzipatorischen Gedenkens diskutieren.

Thesenworkshop von Sebastian Vaupel

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Vortrag: Kritik an deutscher und europäischer Gedenkpolitik (nach 1990)

Sonntag, 06.08. , (14)15 – (16)17 Uhr

“Die Stellung, die Nationalsozialismus und Shoah seit 1945 in
Deutschland, Europa oder gar darüber hinaus eingenommen haben, hat sich
immer wieder verändert. Abhängig von den einzelnen Nationalstaaten und
ihren jeweiligen Praxen gesellschaftlichen Erinnerns wurden der Shoah in
der Erinnerungslandschaft variierende Positionen zugewiesen. Im Jahr
2005 wurde der 27. Januar, der Tag der Befreiung des Konzentrations- und
Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1945, von den Vereinten Nationen
zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt, doch in Deutschland ist
meist wenig darüber bekannt, wie dieser Tag in anderen Staaten begangen
wird. In diesem Jahr allerdings berichteten verschiedene Medien, wie
unangebracht die offizielle Verlautbarung des Weißen Hauses zu diesem
Anlass gewesen sei und Donald Trump wurde scharf für seine Äußerungen
kritisiert, die er anlässlich des Gedenktages hatte veröffentlichen
lassen. Er hatte die Shoah als einen Moment interpretiert, in dem das
Böse das Gute besiegt habe und dabei versäumt, die jüdischen Opfer zu
nennen. Eine Verallgemeinerung der Shoah, weg von konkreten
Geschehnissen, Akteur_innen und Opfern, wie sie Trump vorbrachte, ist
weitverbreitet und keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal des neuen
US-Präsidenten. Diese Universalisierung – so die Grundthese des Vortrags
– fällt zusammen mit einer erhöhten Präsenz der nach Ende des Kalten
Krieges prominent gewordenen allgemeinen Menschenrechte. Diese können
heute als Leitmotiv einer seither etablierten globalen Ordnung gelten
und um sie politisch nutzbar zu machen wird regelmäßig auf die
Geschichte der Shoah als legitimierendes Argument zurückgegriffen.”

Vortrag von Katrin Antweiler

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Zeitzeugengespräch: Justin Sonder – Ich wollte überleben

Sonntag, 06.08., vormittags

Justin Sonder wurde am 18. Oktober 1925 in Chemnitz als Sohn einer Hausfrau und eines Kaufmanns und Weinvertreters geboren. Bereits in seiner Kindheit war er mit wachsendem Antisemitismus konfrontiert, erlebte in Chemnitz die Pogromnacht am 9. November 1938. Später erlernte den Beruf des Kochs und musste von Herbst 1941 bis Februar 1943 Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb in Chemnitz leisten. Am 27. Februar 1943 wurde Justin Sonder verhaftet und ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Dort überlebte er unvorstellbare Zustände, Hunger, Schläge, Zwangsarbeit und insgesamt 17 Selektionen. In mehreren Todesmärschen gelangte Justin Sonder schließlich im April 1945 ins fränkische Wetterfeld, wo er am 23. April 1945 durch die amerikanische Armee befreit wurde. Am 19. Juni 1945 kehrt Justin Sonder gemeinsam mit seinem Vater in seine Heimatstadt zurück, wo er seitdem lebt.

Reportage

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Vortrag : Grundlagen – Was ist Antisemitismus?

Donnerstag, 03.08., 15-17Uhr

„Vor Antisemitismus ist man nur noch auf dem Mond sicher“, meinte die Philosophin Hannah Arendt im Jahr 1945. Seit den Gräueltaten der Nazis und ihrer Verbündeter sind über 60 Jahre vergangen und doch ist Antisemitismus in Deutschland weiterhin präsent. Dabei haben sich vielschichtige Erscheinungsformen des Antisemitismus im Laufe der Geschichte vermischt und Vorurteile und Ressentiments, die bis heute präsent sind, hervorgebracht.

Im Workshop werden die Erscheinungsformen erläutert und Licht ins Dunkel der Begriffsverwirrungen gebracht. Schwerpunkte liegen auf den Kontinuitäten und Diskontinuitäten antisemitischer Stereotype sowie der aktuellen Betrachtung von Antisemitismus in Form von Kritik am Staat Israel.

antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.v. – apabiz

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Theaterprojekt: DISTOMO – Unbeglichene Schuld(en)

Samstag, 05.08., abends

Am 10. Juni 1944 überfällt eine deutsche SS-Einheit das griechische Dorf Distomo und ermordet 218 Dorfbewohner*innen. Die Täter werden strafrechtlich nie verfolgt, die umgerechnet 28 Millionen Euro an eingeklagten Entschädigungsansprüchen nie gezahlt. Das Stück spannt den Bogen von dem historischen Ereignis des Überfalls durch die SS, über die hartnäckigen Zahlungsverweigerungen seitens Deutschlands bis zu den juristischen Kämpfen der Überlebenden.
Verwendet werden Dokumente, die Zeugnis über die SS-und Wehrmachtsverbrechen in Griechenland ablegen, Auskunft über deutsche Politik in Entschädigungsfragen geben und den Verlauf der langwierigen Prozesse der Entschädigungskläger*innen nachvollziehbar machen. Thematisiert wird außerdem der Umgang Deutschlands mit den Tätern, die ohne Furcht vor Strafverfolgung leben konnten und sich bis in die 1980er Jahre ungehindert öffentlich versammeln durften. Das Theaterstück richtet sich gegen diese Abwehrstrategien, erinnert an die Opfer deutscher NS-Massaker und solidarisiert sich mit den finanziellen und politischen Forderungen der Überlebenden.

Das Stück

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Vortrag: Andreas Kemper – Die völkische Geschichtspolitik der AfD

Samstag, 05.08., 15-17 Uhr

Im Geschichtsbild der AfD offenbart sich deren stramm völkisch-nationalistische Ausrichtung. Parteiveröffentlichungen sowie Äußerungen von Mitgliedern knüpfen immer wieder gezielt an geschichtsrevisionistische Diskurse um einen “Schlussstrich” unter die deutsche Vergangenheit an. Der Soziologe Andreas Kemper beschäftigt sich mit Klassismus, Antifeminismus und der völkischen Rechten in Deutschland im Allgemeinen. Er ist Autor mehrerer Publikationen zur Alternative für Deutschland und verfolgt deren Aktivitäten von Beginn an.

Andreas Kemper ist ein deutscher Publizist und Soziologe mit den Themenschwerpunkten Bildungsbenachteiligung, Klassismus, antifeministische Männerrechtsbewegung sowie Alternative für Deutschland.

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Mathias Wörsching zu “Eine allgemeine Einführung in Faschismustheorien”

Freitag, 04.08., 15-17Uhr

Mathias Wörsching betreibt die Internetseite faschismustheorie.de und schreibt Artikel und Aufsätze zum Thema (u.a. im „Antifaschistischen Infoblatt“). Er wird 2017 ein Einführungsbuch zu Faschismustheorien in der Reihe „theorie.org“ veröffentlichen. In der Faschismustheorie geht es um die Beschreibung und Erklärung von Faschismus als politischer Ideologie, Bewegung, Herrschafts- und Praxisform in der globalen kapitalistischen Moderne. Faschismustheorie liefert keine direkte Anleitung für antifaschistische Strategie, aber ganz ohne theoretische Orientierung ist antifaschistische Strategiebildung wiederum auch nicht zu haben. Nur eins von vielen Problemen dabei ist, dass die Bezeichnung „Faschismus“ innerhalb und außerhalb der politischen Linken häufig als reiner Kampfbegriff verwendet und dadurch entwertet wurde und wird. Die Veranstaltung soll versuchen, zumindest ein bisschen Klarheit in die begriffliche Verwirrung zu bringen.

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